Den Lebensrythmus auf der Manta Queen haben wir sehr schnell verinnerlicht und koennten uns an ihn gewoehnen. Nach dem Aufstehen um 6 oder 7 Uhr in der Frueh nahmen wir ersteinmal ein leichtes Freuhstueck ein. Dann folgte der erste Tauchgang. Kaum aus dem Wasser gabs das zweite diesmal schwere Fruehstueck mit Eiern, Speck und Wuerstchen. Kaum hatte man ein paar Seiten gelesen folgte das naechste Briefing fuer den bevorstehenden zweiten Tauchgang. Beim Auftauchen konnte man das Mittagessen bereits riechen. Lesen, Briefing und Nachmittagstauchgang folgten. Dem erneuten Auftauchen folgte ein Snack, entweder Minihamburger oder Fruehlingsrollen. Vor dem vierten Briefing hatte man dann wenigstens ein Kapitel gelesen und es folgte der letzte Tauchgang fuer den Tag, abhaengig von der Aufstehzeit entweder ein Abend- oder ein Nachttauchgang. Danach gabs erst richtig zu essen bis man satt und kaputt, relativ frueh und manchmal etwas angetrunken in die erstaunlich geraeumige Koje fiel.
Nachdem wir das Schaukelgefuehl ueberwunden hatten nahmen wir den letzten Bus in Richtung des Nationalpark Kao Sok. Auf halber Strecke in Takuapa fuhr dann kein Bus mehr weiter und wir verbrachten einen netten Abend in dem aeusserst untouristischen Ort und unterhielten uns mit unserem Vermieter ueber die Auswirkungen des Tsunami und tranken Thaiwhisky "Sang Som" mit Cola (von uns eindeutig als Rum identifiziert).Frueh am Morgen kamen wir in Kao Sok an und nach einem 1,5 km Fussmarsch durch die pralle Sonne erreichten wir das kleine Oertchen am eingang des Nationalparks. Hier
erfuhren wir was Trockenzeit in Thailand wirklich bedeutet. Heiss, trocken und ohne Luftzug bewegten wir uns lediglich im schattenspendenden Urwald in der Naehe des Abkuehlung versprechenden Flusses. Dabei sahen wir die groesste und wohl stinkenste Blume der Welt (Rafflesia). Ansonsten verbrachten wir die Zeit mit lesen, Musik hoeren und stellten einen neuen Rekord im Fruchtshaketrinken auf. Am letzten Tag bestellten wir erneut unser Liebingsthaigericht "Green Curry" im hosteleigenen Restaurant. Dort
durften wir es bereits in einer Vollkommenheit schmecken, die ihres Gleichen sucht. Spontan fragten wir die Meisterin ob wir ihr bei der Zubereitung ueber die Schulter gucken duerfen. Sie hiess uns in ihrer bescheidenen Kueche mit Obst willkommen und wir wurden in das Geheimnis der traditionellen thailaendischen Kueche eingeweiht.Gerade machen wir einen 12-stuendigen Zwischenstopp in Bangkok. Ziemlich erschlagen kamen wir heute nach anstrengender Nachtzugfahrt aus Surat Thani an. Da wir keine Liegeplatzkarten mehr bekamen entschieden wir uns fuer die guenstigeren Sitzplatzkarten. Das Sitzen stellte sich als das kleinste Problem heraus. Wirklich stoerend empfanden wir die Dauerbeleuchtung durch die Neonroehren und die Sitzplatznaehe zu den streng riechenden Toiletten. Ausserdem sind fuer dieses Abteil
fliegende HaendlerInnen zugelassen, die ihre in grossen Koerben verpackten Waren alle 15 Minuten lautstark feilboten, waehrend sie sich durch die engen Gaenge schoben. An wirklichen Schlaf war nicht zu denken, lediglich ein nervoeses und durch staendiges Aufschrecken gepraegtes Doesen war moeglich. So warteten wir auf die Ankunft in Bangkok und nahmens mit Humor. Ohne das Geschrei der HaendlerInnen und all die anderen Umstaende haetten wir wohl den herrlichen Sonnenaufgang verschlafen, der sich uns darbot, als wir die armen Vororte Bangkoks durchfuhren, deren Wellblechbarracken bis dicht an die Bahnstrecke heran gebaut sind.Nachher fahren wir mit einem Nachtzug, fuer den wir die begehrten Liegeplatzkarten ergattern konnten, nach Chiang Mai in den Norden Thailands, wo wir die verbleibenden Tage bis unser Visum am 17. Februar auslaeuft und wir nach Laos ausreisen verbringen werden.
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